Was in den Score einfließt
Die Einordnung basiert auf mehreren Ebenen:
- Serverreaktion, zum Beispiel über TTFB
- sichtbarer Aufbau, zum Beispiel über FCP und LCP
- Browser-Laufzeit, zum Beispiel über TBT
- Stabilität des Layouts, zum Beispiel über CLS
- Requests und Datenmenge
- Caching, Bilder, Assets und technische Auslieferung
- weitere WordPress- und Frontend-Signale, die im Report sichtbar werden
Wichtig ist: Nicht nur eine Zahl fließt ein, sondern eine Kombination aus Kennzahlen, Laufzeit und erkannten Bremsen.
Score-Einordnung
Im Produkt werden Score-Werte in vier Bereiche eingeteilt:
| Wert | Einordnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 90–100 | Sehr gut | Technisch sehr solide. Einzelne Bremsen lohnen sich trotzdem im Blick zu behalten. |
| 75–89 | Gut | Insgesamt sauber aufgestellt. Einzelne Bremsen und Empfehlungen prüfen. |
| 60–74 | Ausbaufähig | Klar sichtbare Engpässe bei Ladezeit, Rendering oder Auslieferung. |
| 0–59 | Kritisch | Mehrere Probleme bremsen die Seite spürbar. Priorisierte Maßnahmen sinnvoll. |
Diese Einordnung findest du in Scan- und Report-Ansichten sowie in Alerts und Domain-Übersichten.
Teil-Score Bausteine
Der Gesamt-Score setzt sich aus mehreren Teilbereichen zusammen:
Speed
Misst Serverantwort, sichtbaren Seitenaufbau und Browser-Laufzeit. Wichtige Signale sind TTFB, FCP, LCP und TBT.
Bilder
Bewertet Bildoptimierung, Formate (WebP, AVIF), fehlende Dimensionen und Lazy Loading.
Caching
Prüft HTTP-Cache-Header, ob statische Ressourcen sinnvoll gecacht werden und ob der Server schnell antwortet.
Frontend
Blocking Scripts, DOM-Größe und Ressourcen-Breakdown zeigen, wie stark JavaScript und CSS den Seitenaufbau verlangsamen und wie viel unnötige Last übertragen wird.
Fonts
Schriftarten beeinflussen den sichtbaren Text-Aufbau direkt. Veraltete Formate wie TTF oder EOT, fehlende WOFF2-Varianten, fehlendes font-display und große Font-Dateien fließen in diesen Teilwert ein.
WordPress
WordPress-spezifische Checks: aktive Plugins, Theme-Qualität, bekannte Bremsen aus dem WordPress-Ökosystem.
Wie du den Score lesen solltest
Ein einzelner Score-Wert ist ein Einstieg, kein Urteil. Erst in Kombination mit den Teilbereichen, Bremsen und Problemen wird klar, warum eine Seite diesen Wert hat.
Warum der Score nicht alleine reicht
Ein ähnlicher Gesamt-Score kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb sind im Report oft besonders wichtig:
- Score-Breakdown
- größte Bremsen
- Probleme
- Empfehlungen
- Baseline und Vergleich
Diese Bereiche helfen dir, die Richtung des Problems zu verstehen und nicht nur den Wert zu bewerten.
Warum Werte schwanken können
Ergebnisse können sich ändern durch:
- Region und gewählten Standort
- Unterschiede zwischen Mobil und Desktop
- Tageszeit und Last
- Cache-Zustand
- Drittanbieter-Skripte
- CDN, WAF oder Bot-Schutz
- dynamische Inhalte
Darum ist ein einzelner Scan immer nur eine Momentaufnahme.
Warum wiederholte Scans so wichtig sind
Erst wiederholte oder geplante Scans zeigen, ob eine Seite dauerhaft stabil schnell bleibt oder nur zufällig einen guten oder schlechten Moment hatte.
Genau deshalb sind Verlauf, Baseline und Alerts für reale Arbeit oft wichtiger als ein einzelner Scan ohne Kontext.
Was der Score ist und was er nicht ist
Was er ist
Eine technische Einordnung, um Engpässe sichtbar zu machen, Maßnahmen zu priorisieren und Veränderungen über Zeit verständlich zu bewerten.
Was er nicht ist
Kein SEO-Ranking, keine Garantie und kein Ersatz für den Blick auf Probleme, Empfehlungen und Verlauf.
Google PageSpeed Score
Jeder Scan zeigt zusätzlich einen Google PageSpeed Score für Mobile und Desktop. Dieser Wert stammt aus der Google PageSpeed Insights API und basiert auf Google Lighthouse – er wird unabhängig vom turbometrics Score abgerufen und ist im Scan-Report im Details-Tab sichtbar.
| Wert | Einordnung (Google PSI) |
|---|---|
| ≥ 90 | Sehr performant |
| 50–89 | Optimierungspotenzial |
| < 50 | Langsam – Handlungsbedarf |
Der Google PageSpeed Score ergänzt den turbometrics Score. Beide messen synthetisch unter Laborbedingungen, setzen aber unterschiedliche Gewichtungen. Unterschiede zwischen beiden Werten sind normal und kein Widerspruch – sie beleuchten ähnliche Aspekte aus verschiedenen Perspektiven.